Thementag „Reformation in der Reichsstadt Augsburg“
Die Fugger und die Reformation in Augsburg
Vortrag und Diskussion
Donnerstag, 22.6. 13:30-14 Uhr
In Kooperation mit:
Stadtarchiv Augsburg,
Universität Augsburg (Kath.-Theol. Fakultät),
Verein für Augsburger Bistumsgeschichte,
Fürstlich und Gräflich Fuggersche Stiftungen

Prof. Dr. Dietmar Schiersner, Professor für Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit und deren Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Weingarten, seit 2014 Wissenschaftlicher Leiter des Fürstlich und Gräflich Fuggerschen Familien- und Stiftungsarchivs

Wie kaum ein zweiter gilt Jakob Fugger (1459-1525) als Antipode Martin Luthers – nicht nur in der Reichsstadt Augsburg. Dabei scheinen die Positionen auf paradoxe Weise kombiniert zu sein: Luthers neues Frömmigkeitsverständnis verband sich mit überkommenen ökonomischen Vorstellungen, Fuggers modernes Wirtschaften schien gut mit dem Glauben der Alten Kirche zu harmonieren. Ein genauer Blick auf die jeweiligen Auffassungen und Argumente, Haltungen und Interessen führt tief hinein in zentrale religiöse und gesellschaftliche Diskussionen und Entwicklungen des frühen 16. Jahrhunderts, die sich durchaus nicht immer an der – entstehenden – konfessionellen Scheidelinie exakt sortieren lassen. Im Ringen um den rechten Glauben kam Jakob Fugger eine Schlüsselrolle auf mehreren Ebenen zu: innerhalb Augsburgs selbst, in Schwaben und im Reich, ja sogar darüber hinaus. Die Reichsstadt war dafür nicht nur zufällige Bühne; sie war selbst Protagonistin mit komplexen Befindlichkeiten und Motiven.

Kosten: Eintritt frei,
Spenden erbeten

Stadtarchiv Augsburg
Zur Kammgarnspinnerei 11
86153 Augsburg