Vergessene Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung
Lange verdrängt – homosexuelle Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung
Vortrag und Austausch
Donnerstag, 19.4. 19:30-21 Uhr
In Kooperation mit der Erinnerungswerkstatt Augsburg und dem Jüdischen Kulturmuseum Augsburg-Schwaben

Albert Knoll, Archivar der KZ-Gedenkstätte Dachau

Unter den Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung bilden Jüdinnen und Juden
bzw. Menschen, die von den Nazis zu Juden erklärt wurden, die weitaus größte
Gruppe. Ihre Zahl ist so groß und die Verbrechen, die an ihnen verübt wurden, sind so
monströs, dass darüber lange Zeit nicht gesehen wurde, dass der NS-Staat alle
Menschen verfolgte und oft auch ermordete, die nicht die gewünschten
Verhaltensweisen zeigten oder dem erbbiologischen Ideal entsprachen: Obdachlose,
Bettler, Prostituierte und Zuhälter ebenso wie als „Berufsverbrecher“ Stigmatisierte,
Homosexuelle und Menschen mit Behinderungen oder zu „Erbkranken“ Erklärte.
Wir wollen mit dieser Vortragsreihe an die vergessenen Opfer erinnern. Experten
berichten, soweit möglich mit Augsburger Beispielen, über den Ablauf der Verfolgung,
die daran beteiligten Einrichtungen und Behörden, die Perspektive der Opfer und den
langen Weg bis zur Anerkennung als NS-Opfer.

Kosten: Eintritt frei

Annahof, Hollbau, Ausstellungsraum
Im Annahof 4
86150 Augsburg