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Unbequeme Opfer – die sogenannten „Berufsverbrecher“
Vortrag und Austausch
Donnerstag, 3.5. 19:30-21 Uhr
In Kooperation mit der Erinnerungswerkstatt Augsburg und dem Jüdischen Kulturmuseum Augsburg-Schwaben

Dr. Herbert Veh, Präsident des Landgerichts Augsburg

Unter den Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung bilden Jüdinnen und Juden bzw. Menschen, die von den Nazis zu Juden erklärt wurden, die weitaus größte Gruppe. Ihre Zahl ist so groß und die Verbrechen, die an ihnen verübt wurden, sind so
monströs, dass darüber lange Zeit nicht gesehen wurde, dass der NS-Staat alle Menschen verfolgte und oft auch ermordete, die nicht die gewünschten Verhaltensweisen zeigten oder dem erbbiologischen Ideal entsprachen: Obdachlose, Bettler, Prostituierte und Zuhälter ebenso wie als „Berufsverbrecher“ Stigmatisierte, Homosexuelle und Menschen mit Behinderungen oder zu „Erbkranken“ Erklärte. Wir wollen mit dieser Vortragsreihe an die vergessenen Opfer erinnern. Experten berichten, soweit möglich mit Augsburger Beispielen, über den Ablauf der Verfolgung, die daran beteiligten Einrichtungen und Behörden, die Perspektive der Opfer und den langen Weg bis zur Anerkennung als NS-Opfer.

Kosten: Eintritt frei

Annahof, Hollbau, Seminarraum
Im Annahof 4
86150 Augsburg